Die Bewölkung nimmt zu, es wird wärmer. In den nächsten 24 bis 48 Stunden sind Niederschläge möglich.
Beaufort-Skala Die Beaufort-Skala dient der Klassifikation von Windstärken. Sie ist nach dem britischen Hydrografen Sir Francis Beaufort (1774 - 1857) benannt, obwohl dieser nur einen geringen Anteil an deren Entwicklung gehabt hat. Abhängig von den sichtbaren und gefühlten Auswirkungen der Luftbewegungen an Land und auf See wird zwischen 12 Windstärken unterschieden, die von der Windstille bis zum Orkan reichen. Die Beaufort-Skala dient viel mehr der subjektiven Wahrnehmung als der objektiven Messung von Windgeschwindigkeiten.
Bewölkung Unabhängig von der Art der Wolken gibt die Bewölkung Auskunft darüber, wie stark der Himmel wolkenbedeckt ist. Man unterscheidet u. a. sonnig, heiter, leicht bewölkt, stark bewölkt oder bedeckt.
Föhn Der Föhn oder Föhnwind ist ein warmer, trockener Fallwind, der - hangabwärts gerichtet - häufig auf der in Windrichtung gelegenen Leeseite von größeren Gebirgen auftritt.
Gefühlte Temperatur Die gefühlte Temperatur beschreibt den Unterschied zwischen der objektiv gemessenen und der persönlich empfundenen Lufttemperatur. Sie ist definiert als diejenige Temperatur, die in einer Standardumgebung (z. B. ohne Sonneneinstrahlung und Windeinfluss) herrschen müsste, um ein identisches Temperaturempfinden zu verspüren. Da das individuelle Empfinden aber von Mensch zu Mensch ebenso unterschiedlich ist wie die jeweilige Umgebungssituation, kann die gefühlte Temperatur immer nur einen Näherungs- oder Durchschnittswert beschreiben. Siehe auch Hitzeindex und Windchill.
Gewitter Gewitter sind mit luftelektrischen Entladungen (Blitz und Donner) verbundene, komplexe meteorologische Erscheinungen. Sie werden in der Regel von kräftigen, wolkenbruchartigen Regen- oder Hagelschauern begleitet. Ausgangspunkt eines Gewitters sind große vertikale Temperaturunterschiede sowie feuchte Luftmassen am Boden, die dann - z. B. aufgrund der Wind- oder Luftdruckverhältnisse - in die Höhe gehoben werden.
Hitzeindex Der Hitzeindex beschreibt eine gefühlte Temperatur, die im Gegensatz zum Windchill auf das Wärmeempfinden des Organismus abzielt. So wirken hohe Temperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit (Schwüle) belastender auf Kreislauf und Körper als trockene heiße Luft.
Hochdruckgebiet (Hoch) In Hochdruckgebieten sinken Luftmassen großräumig ab. Sie weisen dadurch im Vergleich zur Umgebung einen höheren Luftdruck auf. Da sich die Luft beim Absinken erwärmt, kann sie mehr Wasser binden, so dass keine Kondensation und damit Wolken- oder Frontenbildung stattfinden. Die Wetterlage in Hochdruckgebieten ist daher weitgehend von Sonnenschein und blauem Himmel gekennzeichnet.
Kaltfront Bei einer Kaltfront schieben sich kalte unter warme Luftmassen, die sich dann beim Aufsteigen abkühlen. Weil kühlere Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann, kommt es zu Kondensation, zu Wolkenbildung und Regen.
Klima Als Klima bezeichnet man den jährlichen Ablauf der Witterung in einer bestimmten Erdregion (Klimazone). Detailliert wird das Klima anhand von Monatskurven von Temperatur und Niederschlägen beschrieben, die sich aus den Wetterstatistiken vieler Jahre und Jahrzehnte ergeben. Wichtigste Klimaparameter sind unter anderem die Sonneneinstrahlung, die Niederschlagsmengen, die Verteilung von Land- und Wassermassen oder die Luftzirkulation in der Atmosphäre.
Klimazone Klimazonen sind Gebiete, die sich gürtelförmig um die Erde erstrecken und sich anhand grundlegender unterschiedlicher klimatischer Verhältnisse voneinander abgrenzen. Die gröbste Einteilung unterscheidet fünf Klimazonen: Tropen, Subtropen, Gemäßigte Zone, Subpolar- und Polargebiete.
Kondensation Der Begriff Kondensation beschreibt das Übergehen eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand. Dieser Prozess erfolgt unter bestimmten Druck- und Temperaturbedingungen, die man als Kondensationspunkt bezeichnet. Das Gegenteil der Kondensation ist das Verdampfen, z. B. in Form von Verdunstung. Zusammen mit dieser kommt der Kondensation eine große meteorologische Bedeutung zu, da der Phasenübergang zwischen Wasserdampf und flüssigem Wasser grundlegend für den natürlichen Wasserkreislauf und das gesamte Wetter ist. Kondensationsprozesse sind u. a. verantwortlich für die Bildung von Wolken, Nebel und Regen.
Luftdruck Der Luftdruck beschreibt die Gewichtskraft der Luftsäule, die an einem beliebigen Standort der Erde auf die Oberfläche "drückt". Er wird zumeist in der Einheit (Hekto-)Pascal gemessen, wobei ein Hektopascal einem Millibar entspricht. Da die Atmosphäre immer nach einem ausgeglichen Luftdruck "strebt", fließt Luft aus einem Hochdruckgebiet immer in Richtung eines Tiefdruckgebietes.
Luftfeuchtigkeit Die Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch der Erdatmosphäre oder in Räumen. Flüssiges (z. B. Regentropfen) oder festes Wasser (z. B. Schneekristalle) werden ihr somit nicht zugerechnet. Die Luftfeuchtigkeit ist eine wichtige Kenngröße für zahlreiche meteorologische Vorgänge und wird in Prozent angegeben. Die relative Luftfeuchtigkeit beschreibt das Verhältnis des tatsächlichen zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre bei derselben Temperatur und konstantem Druck.
Meteorologie Die Meteorologie ist ein Teil der Atmosphärenwissenschaften und konzentriert sich vor allem auf die Dynamik der unteren Erdatmosphäre und das dadurch hervorgerufene Wetter. Sie ist ein Teilgebiet der Physik, wird manchmal aber auch den Geowissenschaften zugeordnet.
Nebel Nebel lässt sich auch mit "Wolkenbildung in Bodennähe" umschreiben. Er besteht aus feinsten Wassertröpfchen, die durch Kondensation in feuchter, kühler und gesättigter Luft entstehen. Erst bei einer Sichtweite von weniger als einem Kilometer wird von Nebel gesprochen. Bei Sichtweiten von einem bis ca. vier Kilometern spricht man von Dunst.
Niederschlag Der Begriff Niederschlag bezeichnet in der Meteorologie Wasser, das infolge der Schwerkraft in flüssiger (Regen) oder fester Form (Hagel, Schnee, Graupel) aus den Wolken auf die Erde fällt oder sich direkt durch Kondensation als Tau oder Reif an Objekten absetzt. Die Niederschlagsmenge ist ein mitbestimmender Faktor für das jeweils vorherrschende Klima.
Regen Ausgangspunkt jedes Regens sind Wolken, die aus feinsten Eiskristallen oder winzigen Wassertröpfchen bestehen. Je nach Höhe, Luftdruck und herrschender Temperatur können diese Teilchen zu größeren Gebilden verschmelzen, die dann nicht mehr in der Luft gehalten werden können und in flüssiger Form den Erdboden erreichen.
Resublimation Als Resublimation bezeichnet man das unmittelbare übergehen eines Stoffes vom gasförmigen in den festen Aggregatzustand. Meteorologische Beispiele hierfür sind die Bildung von Eiskristallen in Wolken und das Entstehen von Raureif.
Strahlungshaushalt Der Strahlungshaushalt (auch Strahlungsbilanz) gibt Auskunft über die zur Erde gelangende Sonnenenergie und deren Umwandlung in Wärme. Durch Wolken, Luft und Boden (besonders von Schnee) werden 30 Prozent der Sonnenenergie wieder in den Weltraum reflektiert, während die restlichen 70 Prozent von der Atmosphäre und vom Erdboden absorbiert und als Wärme gespeichert werden. Würde die Sonnenenergie wieder vollständig in den Weltraum abgestrahlt, läge die mittlere Lufttemperatur weltweit bei -18 °C, während sie tatsächlich +15 °C beträgt.
Temperatur, Lufttemperatur Die Temperatur ist eine physikalische Größe, die den messbaren Wärmegrad eines Stoffes angibt, beim Wetter z. B. denjenigen der Luft. In Europa wird die Temperatur hauptsächlich in Grad Celsius gemessen, während man in den USA Grad Fahrenheit verwendet.
Tiefdruckgebiet (Tief) In Tiefdruckgebieten steigt die Luft großräumig nach oben. Weil damit praktisch weniger Luft vorhanden ist, sinkt demzufolge der Luftdruck im Vergleich zur Umgebung. Da sich die Luft beim Aufsteigen abkühlt, kann sie weniger Wasserdampf binden, woraufhin es zu Kondensation und Wolkenbildung kommt. Demzufolge regnet oder schneit es oft in Tiefs.
Troposphäre Die Troposphäre ist der Teil der Erdatmosphäre in der sich der Großteil des Wetters abspielt. Sie reicht vom Erdboden bis zur Tropopause in ungefähr 8 km Höhe an den Polen und ca. 18 km am Äquator. In der Troposphäre sind etwa 90 Prozent der gesamten Luft sowie beinahe der gesamte Wasserdampf der Atmosphäre enthalten. Umgangssprachlich wird sie auch Wetterschicht genannt.
Warmfront Bei einer Warmfront gleitet warme und damit relativ leichte Luft auf die vor ihr liegende kältere und schwerere Luft auf. Die aufgleitende Luft kühlt dabei ab. Es kommt zur Kondensation und es bilden sich Wolken, aus denen es anhaltend regnen kann.
Wetter Das Wetter charakterisiert den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit. Kennzeichnend sind die meteorologischen Elemente Strahlung, Luftdruck, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind sowie die daraus ableitbaren Elemente Bewölkung, Niederschlag, Sichtweite etc. Das Wetter spielt sich hauptsächlich in der Troposphäre ab. Es kann sich - im Gegensatz zum Klima und zur Witterung - mehrmals täglich ändern.
Witterung Als Witterung wird der allgemeine, durchschnittliche oder vorherrschende Charakter des Wetters an einem Ort über mehrere Tage oder Wochen bezeichnet. Maßgeblich für die Klassifizierung der Witterung sind die fühlbaren Wetterelemente wie Niederschlag, Temperatur, Wind und Luftfeuchtigkeit.
Wind Als Wind wird in der Meteorologie eine gerichtete Luftbewegung in der Atmosphäre bezeichnet. Hauptursache dafür sind Druckunterschiede zwischen zwei Luftmassen. Dabei fließt die Luft aus dem Gebiet mit höherem Luftdruck (Hochdruckgebiet) solange in ein Gebiet mit niedrigerem Luftdruck (Tiefdruckgebiet), bis der Luftdruck ausgeglichen ist. Winde mit Windstärken zwischen 2 und 5 haben die Bezeichnung Brise. Winde mit Windstärken zwischen 6 und 8 bezeichnet man als Wind starker, steifer und stürmischer Wind. Bei Windstärken ab 9 spricht man von einem Sturm. Winde mit der Windstärke 12 bezeichnet man als Orkan. Siehe auch Beaufort-Skala.
Windchill Je stärker es weht, desto eher friert man. Dafür verantwortlich ist die Wirkung des Windes, die Oberflächentemperatur des Körpers der Umgebungstemperatur anzugleichen. Der Windchill-Faktor (engl. = Windkühle) gilt für Temperaturen unterhalb 10°C als gängiger Näherungswert. Siehe auch Gefühlte Temperatur und Hitzeindex.
Wolken, Wolkenbildung Wolken sind Ansammlungen von feinsten Wassertröpfchen und Eiskristallen in der Luft. Sie bilden sich durch Kondensation und Resublimation, wenn die relative Luftfeuchtigkeit 100 Prozent übersteigt. Dies kann entweder durch Abkühlung der Luft beim Aufsteigen oder beim Durchmischen zweier Luftmengen geschehen. Bei einer weiteren Übersättigung der Luft mit Wasserdampf kommt es zur Kondensation und damit zum Niederschlag. Es kann zwischen den Wolkengattungen Cirrus (Federwolke), Cirrocumulus (kleine Schäfchenwolke), Cirrostratus (hohe Schleierwolke), Altocumulus (große Schäfchenwolke), Altostratus (mittelhohe Schichtwolke), Stratocumulus (Haufenschichtwolke), Stratus (tiefe Schichtwolke), Cumulus (Haufenwolken), Nimbostratus (Regenwolke) und Cumulonimbus (Gewitterwolke) unterschieden werden.
Taupunkt Der Taupunkt bezeichnet in der Meteorologie die Grenztemperatur, unterhalb der in der Luft enthaltener Wasserdampf kondensiert. Er ist vor allem vom jeweils herrschenden Luftdruck abhängig. Entspricht der Taupunkt der tatsächlichen Lufttemperatur, ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt.